"Dein Schweigen ist ein Hineintauchen Deines ganzen Wesens in das Schweigen Gottes, denn Gott will in der Stille des Herzens Wohnung nehmen und Schweigen ist sein Lobpreis."
Marthe Robin

Die Exerzitien

Die erste Sendung der Foyers de Charité
sind geistliche Exerzitien. Sie dienen der christlichen Unterweisung in einem familiären Rahmen und in einem Klima des Schweigens. Diese Unterweisung zielt darauf ab, Männer und Frauen jeder Herkunft zu Zeugen des Glaubens zu machen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese Exerzitien
werden vom Foyervater (oder einem anderen Priester) gehalten und durch die Arbeit und das Gebet der ganzen Gemeinschaft mitgetragen.

 

Die Exerzitien sind offen für alle
Gläubige oder Ungläubige, Alleinstehende, Verheiratete, Geschiedene, Priester, Ordensleute jeden Alters und aus jedem Stand.

Voraussetzung ist psychische Stabilität.

Die Exerzitien
sind ein persönlicher Weg, den man aber nicht alleine geht. Denn während der ganzen Exerzitienwoche bilden Exerzitienteilnehmer und Foyermitglieder eine große Familie. Im Laufe der Woche werden die wesentlichen Fragen vertieft, die sich der Mensch über das Leben stellt.

 

 

 

 

 

 

 

Stillschweigen
Ein entscheidender Bestandteil der Exerzitien ist es, bis zum letzten Abend das Erlebte in einer Atmosphäre des Schweigens auf sich wirken zu lassen. Der Schlusstag aber ist ein Tag des freundschaftlichen Austausches.

Mithilfe bei den Exerzitien
Wer dem Foyer persönlichen Einsatz und Zeit schenken will und die Foyergemeinschaft besser kennen lernen möchte, ist herzlich eingeladen, eine Woche im Foyer zu verbringen, um an unserem Alltag mit Gebet, Arbeit und geschwisterlichem Leben teilzunehmen (nach Absprache).

„Das Charisma der Foyerexerzitien für die heutige Zeit“
Vortrag von Père Michon im Foyer de Charité „Haus am Sonntagberg“
13. Juni 2009

Pater Ernst hat gewünscht, dass ich Euch jetzt unsere charakteristischen Exerzitien vorstelle. Und es ist wahr, wir sind nicht die Ersten in der Kirche, die Exerzitien anbieten. Ich denke an die ignatianischen Exerzitien nach dem Charisma des Hl. Ignatius von Loyola. Ich möchte vor allem nicht unsere Exerzitien als besser darstellen. Ich glaube, sie geben Antwort auf eine andere Notwendigkeit. Und deswegen ergänzen sie einander. Ich möchte Euch zwei Dinge sagen: das, was unsere Exerzitien einfordern. Und zweitens das, was Jesus Marthe versprochen hat in bezug auf unsere Exerzitien. Aber ich möchte gerne beginnen mit dem, was da gefordert wird. Die Gnade ist gratis, aber damit sie Frucht bringen kann, braucht sie unsere Mitarbeit. Alles kommt von Gott. Aber das Ergebnis wird auch abhängen davon, wie ich die Gnade Gottes empfange. Deswegen möchte ich gerne beginnen mit der Präsentation unserer Glaubensexerzitien und ihren Anforderungen. Ich gebe Euch den Plan. So dass Ihr Euch wieder zurechtfinden könnt, wenn Ihr ein bisschen Schlaf habt.

1.    Kapitel: Die Erfordernisse unserer Exerzitien

Erste Forderung: ein wirkliches Schweigen. Zweites Erfordernis: eine Darstellung, eine schöne und zusammenhängende Darstellung des katholischen Glaubens. Und ein drittes Erfordernis: fünf Tage, um zu bleiben.

  1. Zunächst das wirkliche wahre Schweigen.

Und es stimmt, als Marthe zum 1. Mal diese Exerzitien Père Finet vorgestellt hat, war er der erste, überrascht zu sein. Damals schon im Jahre 1936 hat man gerne bei solchen Anlässen die Teilnehmer in kleine Gruppen zum Austausch zusammengefügt , Marthe hat gesagt, so kleine Hauferl. Und Père Finet hat Marthe entgegnet: aber bitte, wie soll ich Frauen 5 Tage lang schweigen lassen? Die Folge hat gezeigt, dass es auch für die Männer nicht selbstverständlich ist. Und die Antwort von Marthe war: „Aber wenn es die Heilige Jungfrau verlangt“. Ihr seht hier das Motiv für das Schweigen. Die Jungfrau Maria verlangt das Schweigen. Es muss also ein Motiv sein, das sie gut kennt. Ich glaube, dass dieses Schweigen uns die Möglichkeit gibt, uns wirklich für Gott zu öffnen. Erinnert Euch an diese Episode aus dem Evangelium, wo Jesus dem Armen, der vor ihm steht, sagt: „Ephata, öffne Dich“. Ich glaube also, dass dieses Schweigen den Sinn hat, uns Gott gegenüber zu öffnen, was nicht heißt, dass wir uns auf uns selbst zurückziehen. Es ist auch wichtig, dass man die Exerzitienteilnehmer ermutigt, sich körperlich zu bewegen, spazieren zu gehen, vielleicht sogar herumzuspringen, sich zu öffnen, um nicht einen Riesenkopf zu bekommen. Aber es handelt sich  um die Öffnung unserer Seele. Und da gibt es nichts Gleichwertiges. Wir leben in einer Zivilisation, wo es viel Lärm gibt, wo es laut ist. Also eines der großen Wohltaten, die unsere Zivilisation verloren hat, ist der Geschmack für die Stille, für das Schweigen. Johannes Paul II. sagt vor dem Heiligen Grabtuch in Turin: Unsere Zeit hat es nötig, die Fruchtbarkeit, und er unterstreicht dieses Wort, die Fruchtbarkeit des Schweigens wiederzuentdecken. Und ein sehr schönes Wort von Marthe über das Schweigen: „Im Schweigen der Geschöpfe spricht Gott zur Seele. Dann geht Gott direkt ins Herz“. Im Schweigen der Geschöpfe spricht Gott zur Seele. Da geht Gott direkt ins Herz. Deswegen gibt es Menschen, die die Erfahrung des richtigen Schweigens gemacht haben und die wieder kommen und wieder nach dem wahren Schweigen verlangen. Das ist die erste Forderung.

2. Eine zweite Forderung von seiten des Predigers: Eine schöne und kohärente zusammenhängende Darstellung des katholischen Glaubens.

Normalerweise werden in den Exerzitien einige Punkte, einige Themen behandelt. Einige Themen. Hier geht es nicht um Themen, hier geht es ums Wesentliche. Das Wesentliche des Glaubens in seiner inneren Struktur. Der Glaube und das christliche Leben gehen nicht in alle Richtungen. Ich erinnere Euch an unser Credo. Unser Credo stützt sich auf eine trinitarische Beziehung, d.h. es geht im Credo um den dreifaltigen Gott. Ich glaube an Gott den Vater, weiter und an Jesus Christus Seinen Sohn und noch ein bisschen weiter an den Heiligen Geist. Der Glaube hat eine Struktur. Der Glaube ist wie ein Haus, es muss konstruiert sein und harmonisch. Und das ist die ganze Bedeutung und Wichtigkeit der Katechese. Es ist nicht irgendwie wie ein freier Dienst, wo jeder zufrieden ist und das sagt, was ihm gerade gefällt. Und deswegen muss der Prediger der erste sein, der in die Struktur dieses Glaubens eintritt. Und was ist die Struktur des Glaubens: der Plan Gottes. Und wenn man vom Plan Gottes spricht, muss man gleich auf Christus schauen, der die Sonne ist. Aber dem geht voraus der Wille Gottes, der sich durch die Heilige Schrift und in den Propheten äußert. Und heute strahlt dieser Wille Gottes aus durch die Kirche, durch ihre Lehre und speziell durch die Sakramente. Deswegen ist dieser Sinn für den Plan Gottes sehr wichtig. Die ersten Bischöfe der Kirche haben das mit einem griechischen Wort bezeichnet: Ökonomie. Es ist etwas Zusammenhängendes. Es ist wie die Wirtschaft in einem Land. Das fängt an bei den natürlichen Gütern des Landes, aber es braucht auch die Arbeit der Menschen und man muss die natürlichen Produkte in Konsumprodukte verwandeln. Und es braucht einen Blick über das Ganze, so wie eine Buchhaltung das Ganze sieht. Und man muss ständig eine Wahl treffen. Also der Plan Gottes ist wie eine Ökonomie des Ganzen. Erinnert euch an heute morgen, wo ich einerseits und gleichzeitig zu euch gesprochen habe über die Innerlichkeit und die Politik des Gemeinwohls.

In diesem Plan Gottes werden die Exerzitien in besonderer Weise die Vaterschaft Gottes unterstreichen. Bei einer Pilgerfahrt nach Rom im Jahre 1975 sagte Père Finet: die Sendung der Foyers de Charité ist es, der Welt zu helfen, die Vaterschaft Gottes wieder zu entdecken. Und wenn man die Geschichte des christlichen Dogmas anschaut, sieht man gut, dass von einer bestimmten Zeit an, ab dem 16/17. Jahrhundert, sich der Sinn der Dreifaltigkeit wie verflacht hat, einfacher geworden ist, um nur einfach über den lieben Gott zu sprechen. Deswegen haben die Heiligen von heute einen Punkt gemeinsam, und zwar streichen sie übereinstimmend wieder hervor, dass Gott auf eine völlig einzigartige Weise Vater ist. Deshalb ist es ein anderer Aspekt dieses Gottesplanes: Alle Getauften sind berufen zu einer Heiligkeit, aber zu einer Heiligkeit als Kinder. Es geht nicht um eine vage Heiligkeit, sondern es geht um die Heiligkeit als Sohn, als Kind Gottes und als Folge dessen, dass man gelehrig ist dem Heiligen Geist gegenüber. Deswegen ist es ein Aspekt unserer Exerzitien in den Foyers, dass wir eine große Verschiedenheit an Teilnehmern empfangen, was ihre Lebensumstände,  ihre Berufung und ihr Temperament anbelangt. Denn wir haben alle dieselbe Berufung: heilig und unbefleckt zu werden in seiner Gegenwart in der Liebe: Epheserbrief. Und Adoptivsöhne zu werden. Unsere Heiligkeit ist eine Heiligkeit der Kindschaft. Denkt an Jesus: „Seid vollkommen, wie Euer Vater vollkommen ist“. Wenn der Vater vollkommen ist als Vater, haben wir vollkommen zu werden als Kinder, als Söhne. Und das alles ist die Arbeit und der Dienst des Heiligen Geistes. Deswegen ist es die Arbeit des Heiligen Geistes, aus uns andere Söhne, Kinder zu machen, so wie Jesus den einzigen Sohn. Die Rolle des Heiligen Geistes ist es, uns zu einigen. Ein schönes Wort von Paul VI.: „Die Heiligen unserer Tage werden keine größeren Wunder wirken als die Heiligen vergangener Zeiten. Es werden Männer und Frauen sein, die zutiefst geeint sind durch das Evangelium“. Er ist eins (in sich geeint) als Sohn und das ist das Leben nach dem Heiligen Geist.

Andere Charakteristik dieses Planes Gottes: man kann nicht Kind Gottes werden ohne Mutter, ohne den Geist Gottes, aber auch ohne eine Mutter. Und deswegen wird in den Foyers de Charité Maria ein so großer Platz zuerkannt. Es ist nicht zuerst eine Sache dessen, was man spürt. Es ist die Wahrheit. Solange man Maria nicht als Mutter hat, kann man als Kind Gottes nicht wachsen. Man kann als Glaubender wachsen, indem man sich Fragen stellt und das ist sehr interessant, aber wir brauchen eine Mama, wir brauchen die Matrix einer Frau, um Kind zu werden. Deswegen hat Maria einen so großen Platz in den Glaubensexerzitien und im täglichen Leben der Foyers. Schließlich möchte ich auch sagen, dass diese Präsentation, diese schöne und zusammenhängende Darstellung des katholischen Glaubens, entsprechend der Kultur eines jeden Volkes geschieht. Vielleicht fangt das mit der Sprache an. Aber das geht auch über eine ganz bestimmte kollektive Sensibilität. Ein sehr präzises und klares Beispiel: in Afrika werden die Glaubensexerzitien mit Sprichwörtern gegeben. Und es sind die Alten, die die Sprichwörter weitergeben. Und durch die Weisheit der Alten kann der katholische Glaube so präsentiert werden, dass er die Kultur und die Sensibilität eines jeden Einzelnen in der Tiefe berührt. Wenn ein zukünftiger Foyervater also nach Châteauneuf  kommt, sage ich  ihm: „hör gut der Unterweisung zu, die ich gebe, aber kopiere mich nicht“. Denn du selbst musst deine Mittel finden, die Formen, die Akzente und die Sensibilität, um dasselbe Evangelium auf die Art und Weise zu predigen, dass es die Seele und die Eingeweide, das Innere, deiner Zuhörer berühren kann. Die Kultur  ist das, was unser Inneres berührt. Und das ist zu Pfingsten geschehen. Jeder hat sie in seiner eigenen Sprache gehört. Das was Petrus gesagt hat, hat jeden berührt, in seinem Kopf, aber auch in seinem Inneren. Deswegen waren sie alle umgedreht, als Petrus am Pfingsttag zu Ende gesprochen hatte.

3.Dritte Anforderung: fünf Tage, um zu bleiben.

Warum? Weil die Exerzitien sind, so wie oft auch das christliche Leben, ein Kampf. Es handelt sich nicht einfach darum, Unterweisungen zu hören. Es geht nicht darum, seinen Rosenkranz herzubeten. Diese 5 Tage sind ein ganz persönlicher Weg. Am Ende vom Exerzitien haben wir Jugendliche sagen gehört: Ich bin schon einmal um die ganze Welt herumgefahren, aber in diesen 5 Tagen habe ich einen inneren Weg gemacht, der viel bedeutender, viel wichtiger ist. Vergesst nicht, dass Jesus sagt, „Ich bin der Weg“. Das heißt,  ihm folgen bedeutet nicht einfach,  Anweisungen zu befolgen. Ihm folgen bedeutet, durch Höhen und Tiefen zu gehen. Deswegen gibt es oft bei den Exerzitien diesen Aspekt des inneren Kampfes. Mit Humor gesagt: Père Finet nannte es „die Kofferversuchung“. Ich fasse Euch das Zeugnis eines Teilnehmers zusammen: Seine Frau ist schon mehrere Male ins Foyer gekommen. Sie war darüber sehr glücklich. Er, das ist noch nicht so ganz gegangen. Die Umstände haben ergeben, dass Monsieur seine Frau im Auto gebracht hat. Und anstatt wieder wegzufahren und dann nach einer Woche zurückzukommen, wollte er einfach bleiben. Ich fasse euch jetzt sein Zeugnis zusammen: Am ersten Tag bin ich einfach im Haus gelandet. Am zweiten Tag habe ich angefangen, zuzuhören. Und am dritten Tag habe ich weiterzugehört. Und ich habe das ganz interessant gefunden. Zum ersten Mal habe ich gehört, dass über eine Religion gesprochen wird, von der ich geglaubt habe, dass ich sie kenne. Aber am vierten Tag bin ich mir vorgekommen wie in der Trommel einer Waschmaschine. Ich bin beinahe weggefahren. Gott sei Dank bin ich geblieben. Heute ist der letzte Tag der Exerzitien und ich fühle mich ganz neu. Ich fühle mich ganz neu. Ich erinnere Euch an das Wort von heute morgen. Die Foyers de Charité sind für die Regeneration, für das Neuentstehen. Ein Aspekt dieser Regeneration ist es, sich ganz neu zu fühlen. Aber das kann nicht in einem oder zwei Tagen geschehen. Dafür muss man bleiben.

2. Kapitel:  Das Versprechen Jesu an Marthe

 „Ich werde über das Werk und über jedes seiner Mitglieder Fluten von Licht und von Gnaden ausgießen! Ich werde hier erstaunliche Wunder wirken“! Fluten von Licht. Viele Teilnehmer sagen, ich bin gekommen, um in einer Frage, die ich gehabt habe, eine Lösung zu finden. Was ich empfangen habe, geht so viel weiter. Ich bin überrascht. Diese Exerzitien haben mir ganz viel gebracht. Hört nun das Zeugnis eines Bischofs.  Er wollte, dass in seiner Diözese ein Foyer de Charité entsteht. Er sagte mir, ich mache jedes Jahr, seit ich Seminarist bin, Exerzitien. Die beiden Exerzitien, die mich am meisten bewegt haben, sind die beiden Glaubensexerzitien, die ich in einem Foyer de Charité gemacht habe. Dieses Foyer ist in Togo, und dieser Bischof ist aus Benin. Er macht jedes Jahr Exerzitien und die Exerzitien, die ihn für sein ganzes Leben am meisten gezeichnet haben, sind die beiden Glaubensexerzitien gewesen. Fluten von Licht und von Gnaden. „Ich behalte mir hier eine unvergleichliche Menge von Gnaden vor, die Ich in meiner Kirche bis zu diesem Tag noch niemals ausgeschüttet habe. Dieselben Wundertaten wie in den ersten Tagen Meiner Kirche und noch größere werden sich hier wiederholen“.  Mit unseren Exerzitien in den Foyers de Charité kommen wir, wenn man das so sagen kann,  zurück in die ersten Tage der Kirche. Wir werden wie die ersten Christen. Wie in der Apostelgeschichte. Das hat Johannes Paul II.  eine neue Evangelisierung genannt. Und darin entsprechen wir völlig mit diesen Exerzitien. Da gibt es etwas, was uns zutiefst erneuert. Und was aus uns Zeugen macht. Hier finden wir wieder Paul VI.: „Die Welt hat Meister nötig“. Aber es ist notwendig, dass diese Meister auch Zeugen sind. Deswegen können unsere Glaubensexerzitien aus uns Zeugen machen. Und was diese Zeugen charakterisiert, ist ihre Glut. Das ist nicht Fanatismus. Das ist sehr verschieden. Es ist ein inneres Feuer mit sehr viel Sanftheit und Demut nach außen. Es ist wie ein brennender Dornbusch, wie Moses. Es geht darum, innerlich zu brennen. Und es ist diese Glut, die die ersten Christen charakterisiert hat. Père Finet  hat gern eine Formel gesagt: „Seid nicht Verteiler von Problemen, sondern Träger von Gewissheit“.

Noch ein Versprechen Jesu an Marthe:  „Dann sprach Er erneut von dem Werk. Seine Gründung sagt Er, wird die Zuflucht großer menschlicher Nöte sein, die kommen werden, um dort Trost und Hoffnung zu schöpfen. Und der Schutz seiner Mauern wird das klare Zeichen Meines Willens und der bewegende Anruf Meines Herzens an die unzähligen Sünder sein, die, angezogen durch meine Mutter und durch Mich, von überall her kommen werden, um hier das Licht und die Heilung ihrer Übel in Meiner göttlichen Vergebung zu suchen.  Ich will, dass sie ein Foyer sei, das von Licht, Nächsten- und Gottesliebe erglänzt, das einzigartige Zentrum großer geistlicher Auferstehungen nach der materiellen Niederlage der Völker und ihrer satanischen Irrtümer, die lebensspendende Oase für die Seelen guten Willens, für die ängstlichen und mutlosen Seelen, für die verhärteten und skeptischen Sünder…   das Haus meines Herzens, das offen ist für alle“. Ich möchte das mit einem Wort vom hl. Paulus zusammenfassen. Weil wir dieses Paulusjahr abschließen. Das Paulusjahr geht zu Ende, aber der hl. Paulus spricht weiterhin. Folgendes Wort: „Dort, wo die Sünde groß ist, wird die Gnade übergroß“. Das wichtige Wort ist das Wort dort, wo die Sünde groß ist, dort. Die Sünde der Welt heute ist eine Sünde des Materialismus. In diesen Glaubensexerzitien ist es deswegen in der Anbetung, dass die Exerzitienteilnehmer am meisten voranschreiten. Dort, wo die Sünde des Materialismus übergroß ist, dort wird die Gnade der Exerzitien am meisten handeln, um allen Teilnehmern zu helfen, Kontemplative zu werden. Denn die kontemplative Berufung ist nicht reserviert für einige Mönche oder Nonnen. Alle Getauften sind gerufen, Kontemplative zu werden. Das Ziel ist, zu handeln. Aber um im Reich Gottes wirksam zu handeln, ist es notwendig, dass man eine Mann oder eine Frau der Kontemplation ist. Es ist das Gebet, das uns am einflussreichsten in der Welt macht. Da, wo die Sünde des Materialismus übergroß ist, dort wird uns die Gnade der Exerzitien zu Kontemplativen wandeln. Eine andere Sünde unserer Zeit: Die menschlichen Beziehungen sind viel schlechter und leidvoller geworden  mit den vielen Scheidungen. Mit so vielen Kindern, deren Herz und Seele schon verwundet sind durch einen Mangel an Liebe. Eine der  größten Sünden unserer Epoche, und das ist Mutter Teresa, die es gesagt hat, ist die Abtreibung. Denn die Abtreibung  führt den Tod ein. Nicht nur in einem Kind, aber in die Welt. Deshalb dort, wo die Sünde übergroß wird, dort wird die Gnade des Foyers übergroß werden.

So werden die Exerzitien die Herzen reinigen und die Gewissen reinigen und jemandem die Sehnsucht, zu lieben neu geben. Aber nicht in einer egoistischen Liebe nur für mich. Sondern lieben im Sinn von sich schenken, sich den anderen schenken, sich dem Familienleben schenken und sich Gott schenken. Dort wo die Sünde groß ist, wird die Gnade des Heiligen Geistes im Foyer übergroß sein.  Deswegen ist es eine große Hoffnung.

Als ich heute morgen in die Sakristei kam nach der Segnung des Hauses, hat der Bischof seine Freude zum Ausdruck gebracht, aber eine sehr tiefe Freude. Und er fügte hinzu, es gibt ein großes Bedürfnis nach der Gnade des Foyers. Denn der Unglaube ist so tief geworden. Dort, wo der Unglaube tief geworden ist, dort bringen die Glaubensexerzitien eine starke Hoffnung. „Ich will, dass sie (die Gründung) ein Foyer sei, das von Licht, Nächsten- und Gottesliebe erglänzt, das einzigartige Zentrum großer geistlicher Auferstehungen nach der materiellen Niederlage der Völker und ihrer satanischen Irrtümer, die lebensspendende Oase für die Seelen guten Willens, für die ängstlichen und mutlosen Seelen, für die verhärteten und skeptischen Sünder…  das Haus meines Herzens, das offen ist für alle“. Jetzt hoffe ich, dass ihr euch alle anmelden werdet zu Glaubensexerzitien.